Gast Mannes
Luxemburgische Avantgarde
Zum europäischen Kulturtransfer im Spannungsfeld
von Literatur, Politik und Kunst zwischen 1916 und 1922
Éditions PHI & CNL
2007
Avantgarde in Luxemburg? – Auf den ersten Blick
scheint es so, als ob die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr so
im luxemburgischen Kulturgedächtnis verankert ist, als dass beim
Stichwort Avantgarde jene Autoren in Erinnerung gerufen würden, welche
die literarische und politische Avantgardebewegung als deren Beobachter
und Teilnehmer gleichermaßen gestaltet haben. An diese längst
vergessenen Autoren und ihre aufrüttelnden und polemischen Texte
wird hier erinnert. Es wird der Versuch unternommen, ihre intellektuellen
Leistungen zwischen 1916 und 1922 zum ersten Mal umfassend und anhand
bisher unveröffentlichter Materialien zu beschreiben und zu erläutern.
Da es keine Forschung zur Avantgarde in Luxemburg gibt, schien es zunächst
sinnvoll, die zahlreichen, oftmals unbekannten Texte zugänglich zu
machen. So konnten Pseudonyme aufgelöst, die Autorschaft bestimmt
und die Texte überhaupt einem Autor zugewiesen werden. Auch sind
viele Beiträge in kurzlebigen luxemburgischen und internationalen
Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, die weder in Reprint-Ausgaben
vorliegen noch in Bibliotheken zugänglich sind. Da einiges Material
zudem aus Privatsammlungen stammt und bislang unveröffentlicht war,
ist es ein Anliegen dieser Studie, den Protagonisten, soweit wie möglich,
selbst das Wort zu geben. So kann die vorliegende Untersuchung gleichzeitig
gelesen werden als literatur-, kultur-, sozial- und ideengeschichtliche
Quellensammlung zu einer zentralen Epoche in Luxemburg und in Europa.
33 €
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